Dax rettet sich mit Schlussspurt ins Plus |
| Friday, 14. November 2008 | |
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„Es ist ein ständiges Auf und Ab, das kaum mehr zu kalkulieren ist - und für einen richtigen Schub nach oben fehlt dem Dax anscheinend der Mut“, sagte ein Händler. Auch die makroökonomischen Rahmenbedingungen verhindern eine Beruhigung des Marktes. Zudem sei der Handel sehr dünn und durch die fehlende Liquidität fielen die Schwankungen weiterhin sehr hoch aus. „Siemens hat geholfen, die negativen Vorgaben abzumildern“, sagte Helaba-Marktanalyst Christian Schmidt. „Wenn Siemens sich hinstellt und sagt, wir werden im laufenden Geschäftsjahr doppelt so stark wachsen wie die Weltwirtschaft, und die Dividende stabil hält, ist das im jetzigen Umfeld schon ein Wort.“ Nach einer Berg- und Talfahrt schlossen die Siemens-Aktien mit plus 4,67 Prozent auf 41,95 Euro. Insgesamt gebe es am deutschen Aktienmarkt eine technische Gegenreaktion auf die Verluste der beiden vorangegangenen Tage, erläuterte Schmidt. „Das ist aber noch lange keine Entwarnung.“ Der Wirtschaftsabschwung blieb ein heißes Thema für die Anleger, nachdem Deutschland neuesten Daten zufolge erstmals seit fünf Jahren in einer Rezession steckt. „Mehrere Automobilhersteller und -zulieferer kündigen verlängerte Werksferien und Produktionspausen an, und immer noch kommen neue Meldungen über kriselnde Banken“, sagte der Chef des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo), Hans-Werner Sinn. „Alles das deutet auf einen weiteren Rückgang der Wirtschaftsleistung in den kommenden Monaten hin, auch wenn die Rettungspakete die Kernschmelze des Finanzsystems wirksam verhindern konnten.“ Auch in den USA greifen die Folgen des Abschwungs weiter um sich. In der vergangenen Woche beantragten mehr US-Bürger als erwartet Arbeitslosenhilfe. Dennoch startete die Wall Street mit einem Plus in den Handel. Für BMW-Titel ging es um 6,63 Prozent auf 22,040 Euro hoch. Händler verwiesen auf die Platzierung einer fünfjährigen Anleihe als Stütze. „Die Anleihe ist zwar recht teuer und zeigt wohl auch den Finanzierungsbedarf von BMW. Mit der Ausgabe der Anleihe entspannt sich die Finanzsituation aber wohl auch etwas“, sagte ein Börsianer. Hinzu kämen neben einer Einkaufskooperation mit Daimler einige technische Faktoren, die die zuletzt stark gefallene Aktie stützten. Unterdessen sackten METRO nach einer Prognosekürzung von Wal-Mart Stores am Indexende um 9,87 Prozent auf 23,00 Euro ab. Zudem drücke immer noch die Gewinnwarnung des US-Elektronikeinzelhändlers Best Buy vom Vortag auf die Stimmung. „Hier ziehen Anleger die direkte Verbindung zu Media Markt/Saturn von METRO. Hinzu kommen die allgemeinen Rezessionssorgen als Belastung“, so ein Börsianer. Bei den Nebenwerten stachen Q-Cells mit einem Plus von 7,5 Prozent heraus. Der Solarkonzern hatte seine Jahresziele erneut angehoben. Hingegen schraubte der Windkraftanlagenbauer Repower seine Prognose für das kommende Geschäftsjahr nach unten. Die Aktien gaben zeitweise fast zehn Prozent ab. |











Im Sog der US-Börsen zog es auch den deutschen Aktienmarkt nach oben. Der Dax machte anfängliche Verluste wett und schloss im Plus. Zudem fielen die Zahlen eines Index-Schwergewichts nicht so schlecht aus wie erwartet.


















