Editorial - Das Ende der „Grande Nation“
|
|
Tuesday, 29. January 2008 |
|
Ihn mit Napoleon zu vergleichen wäre falsch, denn der brachte Ergebnisse und sprach nicht nur darüber.
Am 28 Januar hat der französische Präsident Geburtstag. Vor 53 Jahren
wurde er in Paris geboren, als römisch katholisch getauft und stammend
aus Ungarn. Zumindest behauptet man dieses. Über seine Mutter gibt es
wohl keinen Zweifel, sie ist ein Nachfahre sephadischer Juden aus
Thessaloniki. Sarkozys Urgroßvater ist wiederum ein türkischer Jude,
der ein gutlaufendes Juweliergeschäft hatte. Der Vater von Sarkozy
flüchtete vor der roten Armee 1944 aus Ungarn und meldete sich nach dem
Krieg bei der französischen Fremdenlegion. Doch über die Vaterschaft
wird in Frankreich gemunkelt, da die Brüder von Nikolas wohl ganz
anders aussehen und man behauptet das die Mutter von Sarkozy mal ein
Verhältnisse hatte mit einem Bürgermeister aus dem Gemeinde von Neuilly
sur Seine. Neuilly sur Seine gilt als mondänes 16. Arrondissement in
dem Vorort von Paris, wo Wassily Kandinsky, Aristoteles Onassis und
Jean Paul Belmondo lebten oder leben. In dieser Gegend wuchs auch
Nicolas Sarkozy auf und wurde witzigerweise bereits 1977 Gemeinderat
von Neuilly sur Seine und das gleich 19 Jahre lang. Die vermutete
Eskapade seiner Mutter mit einem korsischen Bürgermeister aus Neuilly
würde auch seine guten Beziehungen in Korsika erklären und sein
unruhiges Privatleben, nach dem Motto „irgendwo muss er es ja her
haben“. So ist auch die erste Hochzeit mit Marie Dominique Culioli,
eine Korsin, mit der er zwei Söhne (Jean und Pierre) hat, kein Zufall
mehr.
ausgabe1_2008_das_ende_der_grande_nation
|