Google
Mein Geld - Das Kapital und Börsenmagazin
www.meingeld.org                                                                   ...lesen was wirklich ist!                                                                    Impressum   Kontakt
Home [Schlagzeilen] arrow Auto arrow Länderchefs wollen Opel nicht untergehen lassen

Länderchefs wollen Opel nicht untergehen lassen

Freitag, 14. November 2008

opel_logo0087.jpgDer deutschen Traditionsmarke Opel macht die Finanzkrise und die drohende Insolvenz des Mutterkonzerns General Motors zu schaffen. Die Rüsselsheimer Autobauer bitten den Staat um eine Milliardenhilfe. Die Bundesländer kündigen bereits ihre Bereitschaft zur Hilfe an. Doch der Schritt könnte den Haushalt stark belasten.

Die Rüsselsheimer Adam Opel AG, deutsche Tochter des angeschlagenen US-Autobauers General Motors (GM), wandte sich an die Bundes- und verschiedene Landesregierungen wegen einer staatlichen Bürgschaft.

"Wir wollen die Wettbewerbsfähigkeit von Opel auch in dieser schwierigen Situation sichern", sagte Opel-Chef Hans Demant. Die Höhe der Bürgschaft war zunächst noch unklar. Die hessische Landesregierung schätzt die Summe auf bis zu eine Mrd. Euro.

Wer hat Chancen und wer muss zittern?

Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) schlug einen "Autoschirm" für Opel und die hessische Zuliefererindustrie vor. "Das, was bei Opel in der Debatte ist, übersteigt die Kräfte der Bundesländer", sagte Koch. Auch Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) kündigte für Rheinland-Pfalz die Bereitschaft zur Hilfe an. "Wir werden alles tun, um die deutschen Standorte zu sichern und die Interessen der Arbeitnehmer zu wahren", sagte Beck. Opel verfügt über ein Werk in Kaiserslautern.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) gab dem Konzern sogar eine Überlebensgarantie: "Wir lassen Opel nicht untergehen", sagte er der "Bild am Sonntag". Das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin meldete, man sei bereits in Kontakt mit Opel. Das Unternehmen müsse nun "konkrete belastbare Zahlen auf den Tisch legen, damit wir die Lage analysieren können". Am heutigen Sonnabend soll es ein Krisentreffen geben.

Hessen stellt sich auf einen Bürgschaftsanteil von 300 bis 500 Mio. Euro ein. Die traditionsreiche Marke Opel hat derzeit Standorte in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Hessen. Opel-Chef Demant sagte, die Bürgschaft werde dann notwendig, wenn sich die wirtschaftliche Situation des Mutterkonzerns GM verschärfe. Der US-Autobauer ist angesichts der Absatzkrise auf dem Heimatmarkt und der weltweiten Finanzkrise sehr schwer angeschlagen. Manche Analysten rechnen bereits mit einer Insolvenz des einst größten Autobauers der Welt.

"Ziel der Gespräche ist es, Vorbereitungen für die Absicherung zusätzlicher Darlehen zu treffen, weil sich die globale Finanzsituation von General Motors verschlechtert hat", sagte Opel-Konzernbetriebsratschef Klaus Franz. "Wir wollen die Zukunftsfähigkeit von Opel in Europa, aber auch unsere Arbeitsplätze sichern, daher gibt es vonseiten der Arbeitnehmer volle Unterstützung." Opel-Chef Demant sagte, das eventuell benötigte Geld soll in Produktentwicklung und Fertigungsanlagen in den deutschen Werken investiert und "keinesfalls außerhalb Europas genutzt werden". Die Bedingungen für die Hilfen würden mit den Experten der Bundesregierung und der betroffenen Landesregierungen ausgehandelt. Zugleich wies er darauf hin, dass er weitere Informationen und Stellungnahmen erst gebe, wenn die Verhandlungen vollständig abgeschlossen seien.

Auch beim Stuttgarter Autobauer Daimler macht sich unterdessen die Absatzflaute bemerkbar. Der Konzern schließt kürzere Arbeitszeiten für die Beschäftigten nicht mehr aus, wie Daimler-Chef Dieter Zetsche ankündigte. Auf die Frage nach möglichen Stellenstreichungen sagte er: "Wir wissen nicht, wie hart uns die Krise noch erfasst. Deshalb kann ich dazu derzeit keine Prognose abgeben."

Die Produktion müsse der gesunkenen Nachfrage ständig angepasst werden, sagte Zetsche. "Es macht keinen Sinn, Autos auf Halde zu bauen." Betriebsbedingte Kündigungen sind bei Daimler bis Ende 2011 aufgrund des Beschäftigungspakts "Zukunftssicherung 2012" ausgeschlossen.

Eine Daimler-Sprecherin sagte, zunächst würden Zeitarbeiter nicht weiter beschäftigt und Zeitarbeitskonten der festen Belegschaft ausgenutzt. Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, könnte die Wochenarbeitszeit auf bis zu 30 Stunden verringert werden. Erst wenn auch das nicht greifen sollte, könne es zu Kurzarbeit kommen, sagte die Sprecherin.

 
< zurück   weiter >

bookmark and share at Mr. Wong bookmark and share at Webnews bookmark and share at Oneview bookmark and share at Favoriten.de bookmark and share at Bookmarks.cc bookmark and share at Newsider bookmark and share at Linksilo bookmark and share at Yigg bookmark and share at Del.icoi.us bookmark and share at Slashdot bookmark and share at Yahoo bookmark and share at Blogmarks bookmark and share at Technorati bookmark and share at Smarking bookmark and share at Folkd bookmark and share at Spurl bookmark and share at Google



Exklusiv-Reportagen
2008 ist das Jahr der Fondsanlage - Fidelity-Chef Alfred Strebel zieht Zwischenbilanz und blickt in die Zukunft  Details...
Editorial - Das Ende der „Grande Nation“ - Ihn mit Napoleon zu vergleichen wäre falsch, denn der brachte Ergebnisse und sprach nicht nur darüber.  Details...
Der Infrastrukturfonds - Investitionen in den Superzyklus Infrastruktur als Basis für jedes Portfolio  Details...
Lars Windhorst ist wieder da! - Der Gekko des 21 Jahrhunderts  Details...
Rückwärtshypothek - Eigenheim im Alter nicht um jeden Preis  Details...
Täter und Opfer - Die andere Sicht des Verfahren von Marco W.  Details...
Versicherungsnews - Welche Vorteile bringt es für Kunden und Berater?  Details...
Versorgungslücke: Flexible und lukrative Lösungen - Die letzten Reformen der Altersvorsorge führten zu einer blühenden Produktlandschaft für die Altersrente  Details...
Xi Jinping die Hoffnung für China - China Polit-Superstar Xi-Jinping soll die Olympischen Spiele retten.  Details...
Dubai: das Land der unbegrenzten Möglichkeiten - Free Zone, steuerfreies Einkommen, Haushaltüberschuss- Traumbegriffe, die Investoren und Unternehmen in die Oase der Wüste locken.  Details...
Ist die RAF ein berechtigter Mythos? - Sieben mutmaßliche RAF Mitglieder werden nach 38 Jahren terroristischer Aktionen noch gesucht. Erstaunlich lange für eine Gruppe, die nie wirklich größer war als 60 bis 80 Mitglieder.  Details...
Die Autos der Zukunft - Nach einem Aufschwung um die Jahrtausendwende ließen die Autobauer das Elektroauto wieder kurzerhand in der Schublade verschwinden.  Details...
Kann die GKV einen gefangen nehmen? - Im Januar wurde in Hamburg gefeiert, als Frau Schmidt ihre kleinen renommierte Werbeagentur verkaufte.  Details...
Katar die arabische Halbinsel mit dem höchsten Potenzial - Fünftausend v. Christi war die Halbinsel Katar schon von Menschen besiedelt  Details...
Wenn einer stirbt, streiten sich Dritte? - Die Erbengemeinschaft und ihre Regeln  Details...
Versicherungsnews VVG-Reform - Neues VVG Versicherungsvertragsgesetz soll 2008 kommen mit Änderung bei der Lebensversicherung. Ab 2008 gibt es ein neues Versicherungsvertragsgesetz VVG mit Änderungen für Versicherungsnehmer  Details...
Xi Jinping die Hoffnung für Chine - China Polit-Superstar Xi-Jinping soll die Olympischen Spiele retten  Details...
Handynutzer haftet nicht für Hacker-Attacken - Handynutzer haftet nicht für Hacker-Attacken Landgericht Augsburg: Kunde muss 14.000 Euro-Rechnung nicht bezahlen - Handyfirma in der Beweißpflicht  Details...

Das Aktuelle Heft

title_5_2008klein.jpg Ab November im gut sortierten Bahnhofs- und Flughafen- buchhandel sowie im  Presse- fachhandel.



Sport News Ticker