Länderchefs wollen Opel nicht untergehen lassen |
| Friday, 14. November 2008 | |
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"Wir wollen die Wettbewerbsfähigkeit von Opel auch in dieser schwierigen Situation sichern", sagte Opel-Chef Hans Demant. Die Höhe der Bürgschaft war zunächst noch unklar. Die hessische Landesregierung schätzt die Summe auf bis zu eine Mrd. Euro. Wer hat Chancen und wer muss zittern? Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) schlug einen "Autoschirm" für Opel und die hessische Zuliefererindustrie vor. "Das, was bei Opel in der Debatte ist, übersteigt die Kräfte der Bundesländer", sagte Koch. Auch Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) kündigte für Rheinland-Pfalz die Bereitschaft zur Hilfe an. "Wir werden alles tun, um die deutschen Standorte zu sichern und die Interessen der Arbeitnehmer zu wahren", sagte Beck. Opel verfügt über ein Werk in Kaiserslautern.
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) gab dem Konzern sogar eine Überlebensgarantie: "Wir lassen Opel nicht untergehen", sagte er der "Bild am Sonntag". Das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin meldete, man sei bereits in Kontakt mit Opel. Das Unternehmen müsse nun "konkrete belastbare Zahlen auf den Tisch legen, damit wir die Lage analysieren können". Am heutigen Sonnabend soll es ein Krisentreffen geben.
"Ziel der Gespräche ist es, Vorbereitungen für die Absicherung zusätzlicher Darlehen zu treffen, weil sich die globale Finanzsituation von General Motors verschlechtert hat", sagte Opel-Konzernbetriebsratschef Klaus Franz. "Wir wollen die Zukunftsfähigkeit von Opel in Europa, aber auch unsere Arbeitsplätze sichern, daher gibt es vonseiten der Arbeitnehmer volle Unterstützung." Opel-Chef Demant sagte, das eventuell benötigte Geld soll in Produktentwicklung und Fertigungsanlagen in den deutschen Werken investiert und "keinesfalls außerhalb Europas genutzt werden". Die Bedingungen für die Hilfen würden mit den Experten der Bundesregierung und der betroffenen Landesregierungen ausgehandelt. Zugleich wies er darauf hin, dass er weitere Informationen und Stellungnahmen erst gebe, wenn die Verhandlungen vollständig abgeschlossen seien. Eine Daimler-Sprecherin sagte, zunächst würden Zeitarbeiter nicht weiter beschäftigt und Zeitarbeitskonten der festen Belegschaft ausgenutzt. Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, könnte die Wochenarbeitszeit auf bis zu 30 Stunden verringert werden. Erst wenn auch das nicht greifen sollte, könne es zu Kurzarbeit kommen, sagte die Sprecherin. |
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Der deutschen Traditionsmarke Opel macht die Finanzkrise und die drohende Insolvenz des Mutterkonzerns General Motors zu schaffen. Die Rüsselsheimer Autobauer bitten den Staat um eine Milliardenhilfe. Die Bundesländer kündigen bereits ihre Bereitschaft zur Hilfe an. Doch der Schritt könnte den Haushalt stark belasten.

















