Banken | 04.03.10
Berlin (ots) - Starkes Ergebnis: Jahresüberschuss steigt um 31,8 Prozent auf 58,9 Millionen Euro
Solides Geschäft: Zins- und Provisionsüberschuss stabil bei 221,8 Millionen Euro (227,2 Millionen Euro) Gutes Risikomanagement: Vorsorge um 32,8 Prozent auf 62,8 Millionen Euro gesunken Höhere Eigenkapitalrendite: Anstieg von 8,1 auf 11,3 Prozent
Die Berlin Hyp hat trotz der schwachen Konjunktur im Geschäftsjahr 2009 ihre positive Entwicklung fortgesetzt und die Profitabilität deutlich gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 36,6 Prozent auf 78,3 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss von 58,9 Millionen Euro lag um 31,8 Prozent über dem Vorjahresergebnis und übertraf auch den Wert aus dem Jahr 2007 von 55,1 Millionen Euro. Dies ist vor allem auf eine trotz der Wirtschaftskrise stabile Geschäftsentwicklung und eine deutlich gesunkene Risikovorsorge zurückzuführen.
Jan Bettink, Vorstandsvorsitzender der Berlin Hyp: "Angesichts dieses starken Ergebnisses fühlen wir uns in unserer konservativen Geschäftspolitik mehr als bestätigt. Wir haben die Berlin Hyp bisher solide und stabil durch die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte gesteuert."
Stabiler Zins- und Provisionsüberschuss
Der Zins- und Provisionsüberschuss war mit 221,8 Millionen Euro (227,2 Millionen Euro) nahezu auf Vorjahresniveau. Dies lag vor allem an der stabilen Entwicklung des Zinsüberschusses, der mit 214 Millionen Euro konstant blieb (2008: 214,4 Millionen Euro). Die Auswirkungen der globalen Rezession waren für die Berlin Hyp vorrangig im Provisionsgeschäft spürbar. Aufgrund des niedrigeren Neugeschäfts sank der Provisionsüberschuss im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 7,8 Millionen Euro (12,8 Millionen Euro).
Die Summe der Verwaltungsaufwendungen stieg leicht um 3,1 Prozent auf 76,6 Millionen Euro. In Folge dessen erhöhte sich die Cost-Income-Ratio auf ein im Branchenvergleich immer noch sehr gutes Niveau von 35,1 Prozent (33,0 Prozent). Ursache für die höheren Kosten waren vor allem die gestiegenen Personalaufwendungen von 41,2 Millionen Euro (38,2 Millionen Euro). Sie sind vorrangig Folge höherer Aufwendungen für die Altersvorsorge sowie der gestiegenen Mitarbeiterzahl. Auch die anderen Verwaltungsaufwendungen lagen mit 30,3 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 28,8 Millionen Euro, was vor allem auf Renovierungsarbeiten an den Gebäuden am Standort Berlin zurückzuführen ist. Die Abschreibungen auf Sachanlagen fielen um 2,2 Millionen Euro auf 5,1 Millionen Euro.
Erfolgreiches Risikomanagement
Die Risikovorsorge der Berlin Hyp sank gegenüber dem Vorjahr um 32,8 Prozent auf 62,8 Millionen Euro. Dies lag vor allem an einem deutlich verbesserten Ergebnis im Wertpapiergeschäft in Höhe von 3,7 Millionen Euro, nach minus 50 Millionen Euro im Vorjahr. Temporäre Bewertungsabschläge auf Wertpapiere konnten 2009 teilweise wieder zurück genommen werden. Sinkende Miet- und Kaufpreise sowie steigende Leerstände im Gewerbeimmobilienbereich führten jedoch bei der Kreditrisikovorsorge zu einem erhöhten Aufwand von 66,5 Millionen Euro nach 43,5 Millionen Euro im Vorjahr.












